62. The great chain of being (featuring Viola)

War es die Farbe von Violas Kleid? Oder war es die kleine „Flosse“, in die es sich am unteren Rand gelegt hatte? Irgendwie lag jedenfalls der Gedanke an Wasser nah, und wäre es nach Viola gegangen, dann hätte gern ein Quietsche-Entchen im Bild auftauchen dürfen. Ich habe also die Kunstgeschichte bemüht und mir angeschaut, was es so zum Thema Nixe, Neptun, Wassergeister gibt, einen Abstecher zu „Ophelia“ von Millais gemacht, und jetzt liegt da Viola zwischen Seerosen und Hasen. Der Hase, lerne ich, wird in der bildenden Kunst gern mit Mondgottheiten in Verbindung gebracht, was mich auf den Begriff der sublunaren Welt bringt und schließlich zum Elisabethanischen Weltbild führt. Von dort ist es ein kleiner Schritt zu Shakespeare und der großen Zahl von Tierbezügen, Metaphern und Vergleichen und der ländlichen Welt, die mit den Jahreszeiten und Zyklen des Lebens deutliche Bilder bietet, was wieder den Boger zur Ophelia bildet.
Falls das alles nicht wie eine logische Erklärung klingen sollte: macht nichts, so wars auch nicht gemeint. Ich wollte nur einen kleinen Einblick geben in die verschlungenen Pfade und merkwürdigen Abzweigungen der Assoziationen beim Suchen und Finden von Hintergründen und Bildtiteln.

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