59. Hear me roar (featuring Susanne Sachsse)

20140601-181403.jpgMoment mal, ist diese Skizze nicht schon älter? 2012, wenn ich mich richtig erinnere. Die Arbeit mit Susanne Sachsse war was ganz Besonderes, ein Schlaraffenland für mich. Ich hätte gerne viel mehr Sinnesorgane gehabt, um alle Impulse aufnehmen zu können, die von ihr ausgehen. Eine kurze Sporthose hatte sie an, dazu Kniestrümpfe, wie Fußballer sie tragen, und Highheels. Die mit den roten Sohlen. Und ein Pelzjäckchen aus Familienbesitz. Wahrscheinlich gab es auch Schmuck, aber das weiß ich schon gar nicht mehr, da müsste ich mir mal die anderen Zeichnungen anschauen. Wir haben eine Menge Skizzen gemacht, aber am schönsten fanden wir diese hier. So sollte auch das Gemälde werden. Am Ende haben wir dafür kaum mehr Zeit gebraucht als für die Arbeiten auf Papier: eine großzügig angelegte Kohleskizze auf 100 x 100 cm, Gesicht, Hände und Pelzjacke mit dünnflüssiger Ölfarbe fast aquarellhaft angelegt und dann so großzügig belassen, nur wenig Details ausgearbeitet. Untypisch für die Serie, aber ganz stimmig in sich.
Und im Februar dieses Jahres, auf der Berlinale, sehe ich Susanne Sachsse auf der Leinwand wieder, in „Pierrot Lunaire“ von Bruce LaBruce. Sie spielt eine Transperson, einen jungen Mann mit weiblichem Körper, der sich auf dem nächtlichen Heimweg zum Pinkeln hinter ein Gebüsch hockt. „Unser Bild!“ denke ich begeistert. Ich will unbedingt nochmal mit ihr arbeiten!

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