57. Love is a boy (featuring Finn Jackson B.)

Finn bringt zum ersten Porträt-Termin ein Bild mit, das er sehr mag: „Cupid as a Link Boy“ von Sir Joshua Reynolds, 1774. Ein Link Boy konnte nachts als eine Art persönlicher Beleuchter gemietet werden, um den Herrschaften mit der Fackel den Weg zu weisen. Häufig in die übel beleumdeten, düsteren Stadtteile, ins Hafenviertel, ins Bordell. Und gelegentlich waren seine Kunden dann noch an weiteren Dienstleistungen des Jungen interessiert. Darauf spielt Joshua Reynolds an mit der Art, wie er den Link Boy seine Fackel halten lässt.

Finn soll also Cupido darstellen, die Personifikation der Liebe – lesen wir schnell nochmal bei Shakespeare nach, was Helena in „A Midsummer Night’s Dream“ darüber zu sagen hat:

Love looks not with the eyes, but with the mind;
And therefore is wing’d Cupid painted blind:
Nor hath Love’s mind of any judgement taste;
Wings and no eyes figure unheedy haste:
And therefore is Love said to be a child,
Because in choice he is so oft beguiled.

Blind ist unser Cupid nicht, aber immerhin Brillenträger. Jetzt müssen noch Flügel her, die sich glücklicherweise rund ums Jahr bei Deko Behrendt finden lassen. Et voilà: da steht Amor 2012.

Love is a boy (featuring Finn Jackson B.)
Love is a boy (featuring Finn Jackson B.)
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