15. Daphne de Baakel

Jerry Jenkins hatte eingeladen: in Myer’s Hotel sollte über trans* gesprochen werden – ob ich bitte mein Projekt „doing gender“ vorstellen könnte? Aber gern! Mit von der Partie waren Christa Lilith Vogel, Bridge Markland, Antonio Caputo und Daphne de Baakel, und im Anschluss an den offiziellen Teil war ich damit beschäftigt, neue Modelle anzuwerben.

Die Arbeit mit Daphne war ein Vergnügen. Wir hatten oft das Radio an – Deutschlandradio Kultur, comme d’habitude – und noch heute fällt mir, wenn ich ihr Porträt sehe, eine Reportage über einen Porträtfotografen und sein Studio in Afrika ein, die wir zusammen gehört haben.

Daphne de Baakel, 2004, 100 x 100, Öl/Leinwand

Daphnes Position, die Art, wie sie dasitzt und dem Publikum in die Augen sieht, die flauschigen Haare – ich weiß nicht, was genau es ist, aber ich hatte immer eine agile kleine Hummel vor Augen, die mitten in einer Blüte sitzt und Pause macht. Deshalb wollte ich einen floralen Hintergrund, allerdings in einer übertriebenen oder künstlichen Version. Wer liegt da als Quelle der Inspiration nah? Genau, Jeff Koons. Dann ist es aber doch keine Blume geworden, sondern die üppige pinke Schleife auf einem Päckchen in Goldfolie.

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