1. Masha Marenko

Masha Marenko über unsere Arbeit:

„Ich zeigte ihr eine Auswahl meiner Kleider und Schuhe und sie entschied sich für ein giftgrünes Kleid und schwarze Plateau-Stöckelschuhe. In der Position, in der sie mich porträtieren wollte, war beides nicht zu sehen.

Ich war überrascht, sogar etwas enttäuscht, sagte aber zunächst nichts. Irgendwann wurden mir die Damenschuhe zu unbequem und ich bat darum, meine bequemen Herrenschuhe anziehen zu dürfen. Sie zögerte, ließ es aber dann zu. Als ich die Schuhe gewechselt hatte, nahm ich meinen Platz wieder ein, merkte aber, dass sich meine Haltung verändert hatte.

Das Feminine war verschwunden. Jetzt verstand ich, welchen Sinn der weibliche Aufzug trotz jener Position hatte und meine Enttäuschung wich einer Bewunderung für diese Malerin, die es verstand, das Androgyne im Menschen nicht oberflächlich äußerlich, sondern indirekt und um so wahrhaftiger hervorzuholen. Ich denke, das Mann-Weibliche in mir spiegelt sich genau in diesem Bild wieder…“

Masha Marenko, 2003, 100 x 100, Öl/Leinwand
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